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Historisches

Die Anfaenge der AlNiCo-Fertigung in Bitterfeld gehen zurueck bis ins Jahr 1950. Praktiker aus Bitterfeld entwickelten gemeinsam mit Wissenschaftlern der Universitaet Halle und der TU Dresden Technologien zur Herstellung von Dauermagneten aus AlNiCo im Gussverfahren.

Die grundlegende Erfindung dieser fuer damalige Verhaeltnisse voellig neuartigen Legierung gelang bereits im Jahre 1932 dem Japaner MISHIMA, allerdings noch als isotrope Dreistofflegierung, bestehend aus den Elementen Aluminium, Nickel und Eisen.

In den vierziger Jahren kamen, vor allem durch Forschungsarbeiten in England, die Elemente Kobalt und Kupfer hinzu, verbunden mit einer Waermebehandlung unter Einwirkung eines Magnetfeldes. Die anisotrope AlNiCo-Legierung war geboren, mit deutlich gesteigerten magnetischen Guetewerten, die dann zunaechst auch die Grundlage der Produktion in Bitterfeld bildete.

In den sechziger Jahren erfolgte nochmals eine stuermische Entwicklung auf dem AlNiCo-Sektor. Auf der einen Seite wurden Legierungen mit Titan-Gehalten bis zu 8 % bei gleichzeitiger Erhoehung des Kobalt-Gehaltes bis ca. 40% hergestellt. Diese Legierungen zeichneten sich durch deutlich hoehere Koerzitivfeldstaerken aus, verbunden mit einer besseren Stabilitaet gegen Entmagnetisierung bei kurzen gedrungenen Bauformen. Auf der anderen Seite wurden durch gezielte Abkuehlbedingungen beim Giessvorgang Magnete mit stengelfoermiger Kristallisation erzeugt. Diese Magnete weisen gegenueber den regellos kristallisierten Magneten ein etwa anderthalb bis doppelt so hohes Energieprodukt auf, je nachdem, wie vollstaendig das Stengelgefuege im Magneten vorhanden ist.

Waehrend dieser Zeit wurde auch in Bitterfeld eine Technologie zur Erzeugung von halbstengelig kristallisierten Magneten, d.h. eine Mischung aus regellosem und stengeligem Gefuege, entwickelt.

Die Fertigungsstaette in Bitterfeld war im Osten Deutschlands die einzige Produktionsstaette fuer gegossene AlNiCo-Dauermagnete. Mit der politischen Wende in den Jahren 1989/90 erfolgte auch in Bitterfeld eine Umorientierung des Produktspektrums, da viele bisherige Abnehmer einfach nicht mehr existent waren. Es wurden neue Magnettypen, verbunden mit neuen Giesswerkzeugen und Schleifvorrichtungen entwickelt.

Im August 1996 erfolgte die Privatisierung der Fertigungsstaette. Aus dem ehemaligen Treuhandbetrieb wurde die GMB Magnete Bitterfeld GmbH. Die bis dahin in verschiedene Teilbereiche zergliederte Firma wurde unter einem Dach zusammengefasst. Heute verfuegt die GMB über einen modernen Maschinenpark.

Im Jahre 1999 wurde erfolgreich ein Qualitaetsmanagementsystem nach der Norm ISO 9001 eingefuehrt und im November selben Jahres auch zertifiziert. Gegenwärtig arbeitet die GMB an der Umstellung des Systems auf die Norm 9001:2000, fuer die nahe Zukunft ist jedoch noch die Hoeherzertifizierung gemaess ISO TS 16949 geplant.

Die GMB ist heute, dank technologischer Entwicklungen der letzten Jahre, in der Lage, fast alle marktueblichen AlNiCo-Qualitaeten zu liefern. Besonderes Augenmerk der Entwicklungsarbeiten lag und liegt jedoch auf den nur durch Giessen herzustellenden Legierungen mit stengelkristallinen Anteilen. Spezielle Qualitaetsanforderungen bezueglich der magnetischen Guetewerte koennen damit kundenspezifisch bedient werden.

 

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