Lexikon


anisotrop
Magnet hat in einer durch den Herstellprozess festgelegten Richtung verbesserte magnetische Eigenschaften, sog. magnetische Vorzugsrichtung


cgs-Einheit
physikalische Einheiten, die auf die drei Grundgrößen Zentimeter, Gramm und Sekunde zurückgeführt werden,
u. a. gehören die veralteten magnetischen Einheiten Gauss, Maxwell und Oerstedt dazu


Entmagnetisierungskurve
ist der Verlauf der Hystereseschleife im zweiten Quadranten, wichtigster Teil der Schleife, da sich bei jeder Dauermagnetanwendung der Arbeitspunkt in diesem Teil der Schleife befindet


Hystereseschleife
funktioneller Zusammenhang zwischen der Induktion B
bzw. der Magnetisierung J auf der einen Seite und der magnetischen Feldstärke H auf der anderen Seite,
B = f(H) bzw. J = f(H).

Je nach Breite der Hystereseschleife unterscheidet man zwischen magnetisch weichen, halbharten und harten Materialien (letztere als Dauermagnete bekannt)


isotrop
Magnet hat in allen Raumrichtungen gleiche magnetische Eigenschaften, also keine magnetische Vorzugsrichtung


Koerzitivfeldstärke HcB bzw. HcJ [kA/m bzw. Oe]
zwei ausgezeichnete Punkte der Entmagnetisierungskurve, ist ein Maß für die Widerstandsfähigkeit des Magneten gegen entmagnetisierende Fremd- oder Eigenfelder


magnetische Gütewerte
durch Hausnorm oder Materialnorm DIN IEC 60404-8-1 festgelegte Mindestwerte für Br, (BH)max, HcB und HcJ


maximales Energieprodukt (BH)max [kJ/m³ bzw. MGOe]
ausgezeichneter Punkt der Entmagnetisierungskurve, bei dem das Produkt aus B und H maximal wird (größtes einbeschriebenes Rechteck unter der Kurve), in der Anwendung sollte der Arbeitspunkt in der Nähe des (BH)max-Punktes liegen, um eine bestmögliche Ausnutzung des vorhandenen Dauermagnetmaterials zu erreichen


Remanenz Br [mT bzw. G]
ausgezeichneter Punkt der Entmagnetisierungskurve, verbleibende Induktion im geschlossenen Magnetkreis nach Abschaltung der äußeren magnetisierenden Feldstärke


SI-Einheit
physikalische Maßeinheit des internationalen Einheitensystems, das auf den Grundgrößen Meter, Kilogramm, Sekunde und Ampere basiert


stengelförmige Kristallisation
durch gezielte Wärmeabfuhr beim Giessvorgang erreichte Kristallisationsform, meist als lange parallele nadelförmige Kristalle